Körperpflege mit Kräutern

Pflege + Kräuter

Pflege + Kräuter

Kräuter  und Ihre Wirkung auf den Menschen

Bekanntlich ist unser Körper der Spiegel unserer Seele. Und zu einem gesunden Körper gehört neben seiner äußeren auch die innere Pflege. An anderer Stelle sind wir bereits auf die Reinigung und Pflege mit Stella’s Seifen und den Einfluss von Düften und Aromen auf unser Wohlbefinden und unsere Psyche eingegangen.

An dieser Stelle möchten wir uns doch einmal die Wirkung von Kräutern auf unsere Haut & Seele einmal näher anschauen. Kräuterkundler haben geforscht und ihr Wissen von Generation zu Generation weitergegeben und sind von der gesunden und heilenden Wirkung einer Vielzahl von Wild- und Gartenkräuter überzeugt. Und, da es tausendfache Beweise über diese Heilkraft gibt, können sie so falsch nicht liegen. Zumindest ist eine Anwendung mit Kräutertees oder -aufgüssen bei ersten Anzeichen von Kranksein nicht ganz von der Hand zu weisen und sollte von uns genutzt werden, bevor zu verschreibungspflichtigen Mitteln gegriffen wird. Die meisten Kräuter entfalten erst zu ganz bestimmten Tageszeiten  ihre typischen Düfte, die von den ätherischen Ölen und Harzen stammen. Hier kommt auch unser Riechsinn wieder zum Einsatz, und mit der Aufnahme dieser Düfte werden schon einmal tief verwurzelte Gefühle ausgelöst.

Beides: Anwendung und Aroma ist gleich wichtig für unser Wohlbefinden. Wir erinnern uns: die meisten natürlichen Duftstoffe für Heilzwecke werden aus Pflanzen gewonnen. Und auch im eigenen Garten oder beim Gemüsehändler können diese wundervollen Genüsse geerntet bzw. ergattert werden.

Hier eine Auswahl von belebenden Gartenkräutern: Basilikum, Beifuss, Bohnenkraut, Estragon, Liebstöckel, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Sellerie, Thymian, Zitronenmelisse

Und hier einige ausgleichende und beruhigende Gartenkräuter: Dill, Fenchel, Kamille, Knoblauch, Lavendel, Majoran, Oregano, Pfefferminze, Rettich, Senf.

Ob Sie nun Tees aufbrühen, die Kräuter im frischen oder getrockneten Zustand Ihren Speisen beifügen oder als Aromaextrakt einatmen, Sie werden die entsprechende Wirkung schnell spüren.

Kräuter als Heilmittel

Viele Bücher mit Erläuterungen und Rezepturen gibt es hierüber zu kaufen und auch im Internet gibt es Möglichkeiten, sich genauestens zu informieren. Stellvertretend für viele Publikationen wollen wir lediglich das umfassende Werk von Hildegard von Bingen (*um 1098 gest. 1179 erwähnen. Schon vor Jahrhunderten befasste sie sich mit Naturheilkunde und erkannte die Heilkraft von Pflanzen.  Ihre Aufzeichnungen, unter dem Begriff „Volksmedizin“ bekannt,  sind auch heute noch aktuell wie eh und je. Denn nach wie vor gehören die Anwendung von Kräutern zu einer gesunden Lebensführung und einer ganzheitlichen Körperpflege dazu.

Es liegt uns fern, an dieser Stelle Rezepturen oder Gebrauchsanweisungen aufzuführen, denn diese Liste kann mit Sicherheit nicht vollständig sein. Daher möchten wir Ihnen lediglich eine kleine Übersicht geben, zu was gesunde Gartenkräuter, ausser als Beilage zu einem köstlichen Mahl, nützlich sind:

Bärlauch: antibiotisch, stoffwechselanregend, entwässernd

Brennnessel: stoffwechselanregend, harntreibend, hilft bei Rheuma, Gicht, Prostata- und Blasenerkrankungen

Sauerklee: krampflösend, hilft bei Frauenleiden und gegen Hautunreinheiten

Gänseblümchen: fördert die Verdauung, regt die Leber an, entzündungshemmend

Gewürznelken: bekämpfen Schmerzen

Koriander: löst Krämpfe

Lavendel: Reizmagen, nervöse Darmbeschwerden, Unruhezustände, Einschlafstörungen, kleine Wunden, Fuß- und Nagelpilz

Löwenzahn: vorbeugend gegen hohen Blutzucker, harntreibend, blutreinigend

Muskatnuss: entgiftend

Piment: lässt Nervosität verschwinden

Sauerampfer: reich an Vitamin C und Mineralstoffen, abwehrstärkend, regt die Verdauung an

Schafgarbe: wirkt anregend auf Leber und Galle, hilft bei Magen-Darm-Beschwerden, astringierend, entzündungshemmend.

Wiesenklee: wirkt blutreinigend, entschlackend, schleimlösend

Zusammenfassend sei gesagt: als Küchenkräuter bezeichnen wir essbare Pflanzen, die zum Würzen und Verfeinern von Speisen verwendet werden. Ihren charakteristischen Geruch und aromatischen Geschmack verdanken sie den in ihnen enthaltenen ätherischen Ölen. Anders als die so genannten fetten Öle, sind ätherische Öle fettfreie, leicht verdampfende Pflanzenextrakte. Der Pflanze selbst dienen sie als Schutz vor Schädlingen und locken zur Sicherung der Bestäubung Insekten an. Im menschlichen Körper können sie u. a. schleimlösend, keimtötend und appetitanregend wirken. Darüber hinaus enthalten Küchenkräuter weitere Substanzen, die heilsame Wirkungen entfalten können. Vielleicht ist Ihnen bekannt, dass die sekundären Pflanzenstoffe in Obst und Gemüse wichtige Antioxidantien sind. Doch Küchenkräuter haben sich als noch wirkungsvoller gegen freie Radikale erwiesen, was an den in ihnen enthaltenen Flavonoiden, besonders der Rosmarinsäure, liegt. So hat z. B. Oregano eine 42-mal höhere antioxidative Aktivität als Äpfel. Ein Teelöffel des Krauts kann also einen ganzen Apfel ersetzen. Fast ebenso wirksam gegen freie Radikale sind Rosmarin, Dill und Thymian. Wenn Sie diese Küchenkräuter regelmäßig verzehren, leisten wir also einen kleinen Beitrag dazu, Krankheiten entgegenzuwirken.

 

Wollen Sie Kräuter anpflanzen, im Garten oder auf einem geschützten Platz dem Balkon ? Für den Anfänger-Heilgarten gibt es viele Kräuter schon vorgezogen zu kaufen. Diese eignen sich besser, weil manche Kräuter schwer keimen oder in diesem Stadium besonders empfindlich sind. Jedenfalls sollten folgende Kräuter vorhanden sein:

Basilikum, Kamille, Pfefferminze, Petersilie, Oregano, Rosmarin, Thymian, Salbei, und Zitronenmelisse. Essbare Blumen zieren nicht nur die Speisen, sondern haben zum grossen Teil ebenfalls Heilwirkung: Gänseblümchen, Ringelblumen, Vergissmeinnicht, Lavendel und Kapuzinerkresse.

(Quelle S. Schneider)